Man kann ihm nicht mehr entgehen dem adventlichen Treiben. Von allen Seiten springt es einen an, klammert sich fest und lässt einen nicht mehr los. Damit man auch ja nicht vergisst, dies und jenes zu verspeisen, zu trinken und vor allem Geld auszugeben. So bin auch ich vom bunten Treiben in allen Gassen völlig benebelt und mache jeden Mist mit. Kaufe Mini Marzipan Butter Stollen und Dominosteine im Lidl, trinke Glühwein auf deutschen Adventsbasaren und überlege intensiv welche Nettigkeit ich meinen Mitbewohnerinnen zum Nikolaus bereiten kann. Ich glaube, in den letzten zwei Tagen habe ich es leicht übertrieben, sodass ich jetzt schon einen Weihnachtskoller habe. Viel zu früh, meiner Meinung nach, denn der 1. Advent fängt überhaupt erst gerade an.
Heute muss ich euch, was die Qualität der Fotos angeht, leider enttäuschen. Sind alles keine Meisterwerke, sondern nur so Husch-Husch-Schnell-Schnell-Ich-bin-im-Weihnachtsstress-Fotos, die ich mal eben im Vorbeigehen geschossen habe. Vielleicht spiegeln sie aber gerade deshalb die Wirklichkeit des vorweihnachtlichen Madrid, wo alles es furchtbar eilig haben (vor allem die Frauen in Pelzmänteln :-P) so gut wider.
Beim abendlichen Spazieren durch meinen Stadtteil wurde mir mal wieder richtig bewusst, dass ich tatsächlich am Rande DES Snobstadtteils schlechthin lebe. Ich bin u. a. Emporio, Giorgio, Valentino und Roberto 'begegnet'. Insider wissen, was ich meine ;-) Hier seht ihr die mitunter extreme Weihnachtsbeleuchtung der Prachtstraßen Velázquez, Serrano und José Ortega y Gasset.
Am Montag saß dieser Mann weltvergessen auf seinem Höckerchen auf dem Gehweg und zeichnete das weiße Haus gegenüber. Es ist super schön, steht aber leider leer. Jeden Tag, wenn ich daran vorbeigehe denke ich: Ich würde es kaufen, wenn ich 100 € mehr Bafög bekäme :-)
Ich sage nur: Si hay Wudy, hay alegría! Genau! Denn auch mir als Vegetarierin hat Wudys Reklame viel alegría bereitet :-P
Heute Nachmittag war ich mit Brigitte und ein paar ihrer Arbeitskollegen auf dem Adventsbasar der deutschen evangelischen Gemeinde. Das war herrlich, aber auch komisch, weil es einfach so war wie zu Hause. Hat mich sehr an den Basar erinnert, den es bei uns früher immer gab. Tombola, (Bücher-) Flohmarkt, Selbst gebackene Plätzchen (für 4,50 € die Tüte! Kann mal, bitte, jemand herausfinden, wie viel eine in Herbern auf dem Weihnachtsmarkt kostet?) Das Essensangebot war super reichhaltig. Echt spitzenmäßig. Es gab Kartoffelpuffer mit Apfelmuß, Waffeln, deutschen Kuchen, Kartoffelsalat mit Bockwürstchen, METTBROTE :D, Grünkohl mit allem Zipp und Zapp und und und und vor allem Glühwein. Der hat mir gezeigt, dass ich schon lange nichts alkoholisches mehr getrunken hatte. Wird sich allerdings nächstes Wochenende radikal ändern, wenn Johanna zu Besuch kommt ;-)
Mut zur Hässlichkeit: Ja, ich gebe zu, ich sehe aus, als hätte ich bereits 5 Tassen gehabt. Es war aber nur eine! Also, Prost!
Kartoffelpuffer und ordentlich deutsche Beschallung
| Die Minikirche |
Auf dem Nachhauseweg machten wir noch einen Abstecher zum Plaza de Colón, wo wir Zeugen eines großartigen Spektakels am Himmel wurden.
Mit diesem Bild verabschiede ich mich für dieses Mal. Ich wünsche euch allen einen schönen ersten Advent.
Bis demnächst!
Meine Liebe, da sprichst du mir aber aus der Seele.
AntwortenLöschenChristmas' coming!!! ...Und ich nächste Woche zu dir!
Was auch immer du mit mir vorhast... siehe letzter Absatz. ;)
Auch sagenhaft: "Husch-Husch-Schnell-Schnell-Ich-bin-im-Weihnachtsstress-Fotos" am 30. NOVEMBER!!
Ich erteile dir hiermit bis Freitag 12:15 Alkoholverbot, nicht dass du es danach über hast.
Bis dahin. Johanna